Charakteristik der Chiropraktik

Die Therapie zur Normalisierung, Vorbeugung und Heilung hat folgende Eigenschaften :
  • Die Chiropraktik ist eine manuelle Therapie, also naturbedingt, ohne Medikamente, Spritzen oder Operation
  • Die Chiropraktik ist fundamental: sie will nicht die Symptome, sondern die Ursache des Leidens beseitigen, indem sie die Gelenkbeweglichkeit oder die Wirbelstatik wiederherstellt, wenn diese gestört sind
  • Die Chiropraktik ist eine gewaltlose Anwendung.
    Brutale Dehnungen, Streckungen, die von gewissen Manipulatoren manchmal mittels mechanischen Geräten vorgenommen werden, entsprechen keinesfalls der in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Chiropraktik gelehrten Prinzipien.
    Die von den " Doctors of chiropraktic "  angewandte manuelle Medizin ist eine zarte, gewaltlose, schmerzlose Therapie.

Behandllungsdauer

Außer der Kompetenz und der Fingerfertigkeit des Chiropraktikers muss selbstverständlich berücksichtigt werden, wie lange das Leiden schon besteht, wie schwer es ist, ob der Patient jung oder alt ist, wie groß sein Heilungswille und seine Ausdauer ist.

Durch Funktions­wiederherstellung der Wirbelsäule ermöglicht der Chiropraktiker der natürlichen Heilkraft des Menschen­ der - "vis medicatrix naturae" des Hippocrates - sich zu entfalten, aber es ist auch notwendig, dass der Patient Ausdauer zeigt: eine eingefleischte Ischias, eine alte Arthrose, jahrelang anhaltende Störungen benötigen mehrere Behand­lungen.

Im Normalfall ist die Therapie nach zwei bis drei Behandlungen abgeschlossen. Nur in Ausnahmefällen sind weitere Behandlungen notwendig.

Im allgemeinen ist bereits nach der ersten Behandlung eine wohltuende Wirkung fühlbar.

Manchmal dagegen wird, wie dies bei anderen Kurbehand­lungen auch der Fall ist, eine leichte Verstärkung der Symptome empfunden, denn die Gewebe müssen sich zuerst an die Wiedereinrenkung der Wirbel anpassen­. Diese Reaktionen sind Bestandteil des Heilungsprozesses.

Aufbau der Wirbelsäule

Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht aus 24 kleinen Knochen, den Wirbeln.
Sieben Wirbel bilden die Halswirbelsäule (columna cervicalis), zwölf Wirbel liegen im mittleren Teil des Rückens und bilden die Brustwirbelsäule (columna thoracalis) und fünf im unteren Rücken, der Lendenwirbelsäule (columna lumalis).

An die Lendenwirbelsäule schließt das Kreuzbein (sacrum) und das Steißbein (coccyx) an.
Die Wirbel liegen übereinander und bilden, von vorne betrachtet, eine gerade Linie.
 
Nur selten trifft man auf Menschen mit einer absolut geraden Wirbelsäule. Bei den meisten Menschen ist die Wirbelsäule leicht nach links oder rechts gekrümmt und manchmal sind ein oder mehrere Wirbel verschoben oder gedreht.

Wenn sich Wirbel nicht in ihrer idealen Lage befinden, wird der Nachrichtenfluss von dem Gehirn zu allen anderen Körperzellen gestört. Diese Störungen der Nerven führen zu Beeinträchtigungen der Körperfunktionen und damit zu Beschwerden.